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Da der Begriff Depot nicht ausschließlich im Finanzwesen verwendet wird, spricht man in
diesem Zusammenhang korrekterweise von einem Wertpapierdepot. Die Bezeichnung Depot dient der
Abkürzung, stellt aber nicht den korrekten Begriff dar. Das Wertpapierdepot ist ein Konto, über
das ausschließlich Wertpapiere gekauft, verkauft oder übertragen werden. Die Führung des
Wertpapierdepots unterliegt in Deutschland gesetzlichen Bestimmungen. Wertpapierdepots dürfen
ausschließlich von Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten im Sinne von § 1 Abs.
1 bzw. Abs. 1a KWG geführt werden. Ein Wertpapierdepot kann wie ein Girokonto als Einzel- oder
Gemeinschaftskonto geführt werden. Zur Eröffnung eines Depots wird zwischen Kreditinstitut und
Depotkunden ein Depotvertrag geschlossen.
Heute werden viele Wertpapierdepots kostenlos und online geführt. Das Wertpapierdepot ermöglicht
dem Anleger mit Wertpapieren zu handeln, sie also zu kaufen und verkaufen zu können, in der Absicht
einen Gewinn zu erzielen. Der Einfachheit halber bietet es sich an beim Anbieter des Wertpapierdepots
auch ein Girokonto zu eröffnen. Damit können die Transaktionen vom und auf das Wertpapierdepot noch
schneller und einfacher erfolgen. In der Regel stellt der Anbieter des Wertpapierdepots die Erlöse
aus dem Verkauf der Wertpapiere sofort wieder für den weiteren Kauf zur Verfügung. Je schneller die
Abwicklung erfolgt, umso schneller kann der Anleger auf den Markt reagieren und neue Wertpapiere
kaufen oder verkaufen. Wurden Wertpapiere noch physisch ausgehändigt und gehandelt, zum Beispiel
in Form von Coupons, findet der Handel heute überwiegend nur noch elektronisch ohne Papierform statt.
Auch die Zahlungen wie Dividendenzahlungen werden nur noch elektronisch veranlasst. Ist der Anlieger
im Besitz eines Wertpapieres, erhält er damit bestimmte Rechte an einem Unternehmen. Grob wird
unterschieden zwischen festverzinslichen Wertpapieren und variabel verzinslichen Wertpapieren.
Festverzinsliche Wertpapiere werden über einen festgelegten Zeitraum mit einem festen Zinssatz
verzinst. Dazu zählen zum Beispiel Aktien, Anleihen, Pfandbriefe und Renten. Variabel verzinsliche
Wertpapiere werden in ihrem Zinssatz der Marktlage und der Unternehmenslage angepasst. Variabel
verzinsliche Wertpapiere bieten sowohl einen Vorteil als auch einen Nachteil. Steigt der Kurs,
profitiert der Anleger. Fällt der Kurs hingegen trägt der Anleger einen Teil des Risikos mit. So
kann er Gewinne und Verluste erzielen. Im Gegensatz dazu bieten festverzinsliche Wertpapiere eine
höhere Sicherheit, schließen aber auch die Möglichkeiten von Kurssteigerungen aus.
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