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Bei einem Realkredit handelt es sich um eine spezielle Kreditform. Der Realkredit
ist ein Kredit, der immer durch Grundpfandrechte wie Hypotheken oder Grundschuld,
abgesichert wird. Dabei darf die Beleihungsgrenze nur maximal 60% des Beleihungswertes
betragen oder maximal 50% des Verkehrswertes.
Der Realkredit ist laut Legaldefinition streng reglementiert und darf ausschließlich
für wohnliche und gewerbliche Immobilien gewährt werden. Der Realkredit darf ausschließlich
für die bereits genannten Zwecke verwendet, eine persönliche Verwendung oder anderweitige
Finanzierungen sind ausgeschlossen. Die Voraussetzungen für den Realkredit sind im
Kreditwesengesetz § 20a definiert. Das Grundpfandrecht auf einen Realkredit muss rechtlich
durchsetzbar sein und in angemessener Zeit realisiert werden können. Die Immobilie muss von
einem unabhängigen Sachverständigen zum Markt- und Beleihungswert bewertet werden.
Der Wert von Wohnimmobilien muss mindestens alle 3 Jahre überprüft werden, für Gewerbeimmobilien
gilt ein Wert von 1 Jahr. Weiterhin muss die Immobilie ausreichend gegen Schäden versichert sein.
Realkredite werden von Realkreditinstituten, Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Geschäftsbanken
vergeben. Typisch für den Realkredit ist die lange Laufzeit, über die der Realkredit getilgt wird.
Die Laufzeit beträgt dabei typischerweise 10-15 Jahre. Die Tilgungsraten für den Realkredit können
monatlich oder jährlich fällig werden. Der Realkredit kann mit einem festen und einem variablen
Zinssatz abgeschlossen werden. Der variable Zinssatz birgt für den Kreditnehmer das Risiko der
Kreditverteuerung. Hinzu kommt die unsichere Planungssicherheit. Der Zinssatz kann zwar im
Laufe der Tilgungsphase auch fallen, jedoch sollte der variable Zins nur dann vereinbart werden, wenn
eine mögliche Zinserhöhung finanziell tragbar ist. Der feste Zinssatz bietet dem Kreditnehmer
über die gesamte Laufzeit Planungssicherheit, die Tilgungsraten bleiben über die gesamten Jahre
gleichbleibend hoch. Dies schließt zwar eine Zinssenkung aus, bietet im Gegenzug aber einen
festen Finanzierungsplan.
Werden die Zinsen nur für einen Zeitraum von 10 Jahren festgeschrieben, die gesamte Laufzeit
beträgt aber 15 Jahre, kann der Kreditnehmer nach Ablauf der Zinsbindungsfrist die Höhe der
Zinsen neu aushandeln.
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